Sonntag, 12. November 2017

Leadership Seminar

Sveiki und müde Grüße aus Riga,

vor einigen Stunden bin ich vollgepackt und super müde vom Leadership Seminar zurück gekommen.
Seit drei Wochen treffe ich mich ein Mal die Woche mit anderen Jugendlichen. Diese Gruppe organisiert regelmäßig sogenannte Leadership Seminare.
Das bedeutet, dass religiös interessierte Jugendliche sich an acht Wochenenden innerhalb von zwei Jahren treffen, um zusammen verschiedene Einheiten zu haben. Diese haben ganz unterschiedliche Themen, wie zum Beispiel: Eventorganisation und was es heißt eine Jugendgruppe zu leiten. Doch dazu erzählen auch Menschen von ihren religiösen Erfahrungen oder es wird über religiöse Themen gesprochen und diskutiert.
Zusätzlich zu diesen Einheiten, haben wir viele Team Spiele gespielt um uns besser als Gruppe kennenzulernen. Es wurde aber auch viel gebetet und die Messe zusammen gefeiert.
So intensiv habe ich mich noch nie mit einem Glauben für ein ganzes Wochenende beschäftigt, denke ich. Da dies auch ein Teil der neuen Erfahrungen sein soll, fand ich das sehr gut.
Zudem finde ich es sehr spannend und inspirierend, wie andere Menschen ihren Glauben leben und sich damit identifizieren. 

Die Jugendlichen waren total nett und haben mich total herzlich aufgenommen. Besonders lieb fand ich, dass immer jemand versucht hat für mich alles zu übersetzen. Dadurch habe ich auch von den Einheiten sehr viel verstanden und konnte mehr ein Teil der Gruppe sein.
Außerdem fällt mir inzwischen nach knapp zwei Monaten in Riga auf, dass es wirklich eine Diaspora ist. Egal wo ich bin, es kennt immer jede jeden. Die Gruppe, der engagierten Jugendlichen ist einfach kleiner und damit treffe ich immer wieder bekannte Gesichter, was wirklich schön ist.

Das Event fand in einem Jugendzentrum in Riga statt, wo wir auch zwei Nächte geschlafen haben. Natürlich ist man da lange abends wach und die Nächte sind eher kurz und unruhig.

Besonders spannend finde ich es, dass ich langsam immer mehr kleine Unterschiede zwischen den Traditionen feststelle.
Außerdem tat es mir sehr gut, dieses Wochenende oft auch viel Zeit zu haben, um für mich nachzudenken und die letzte Zeit zu reflektieren. Das kommt doch im Alltag oft zu kurz.

Zu dem hab ich super interessante Gespräche mit den anderen Jugendlichen gehabt und diese so sehr gut kennenlernen können. Daher freue ich mich schon sehr, dass es noch zwei weitere solche Seminare in meiner Zeit in Riga geben wird.

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