Donnerstag, 22. Februar 2018

Norwegen: viel Wasser, Berge und sogar Sonne

Hi Hi,

mit fröhlicher und hoher Stimme begrüßen sich so die Norweger.
Josi und ich sind am Samstag, den 10.02 nach Bergen geflogen um dort zwei weitere Praktikanten zu besuchen.
Angekommen in Bergen und nachdem der Weg mühevoll ohne Internet (im Ausland gilt mein Tarif nicht) gefunden wurde haben wir gleich ganz viel von der Stadt gesehen.
Bergen liegt wunderschön am Fjord und ist natürlich von den sieben Stadtbergen umgeben. Dazu kommen die ganzen kleinen typischen norwegischen Häuser und die Idylle war perfekt.



Zum Glück hat es auch nicht geregnet, wie es ja sonst an nahezu 365 Tagen der Fall sein soll.
Daher sind wir am ersten Abend direkt mit einer Bahn auf einen der Berge gefahren. Von dort hatten wir einen wunderschönen Ausblick über die Stadt.

In den weiteren Tagen sind wir vor allem einfach durch die Stadt gelaufen und haben die Atmosphäre genossen. Ansonsten gibt es ein sehr spannendes Museum zur norwegischen Geschichte und ein schönes deutsches Hafenviertel.
Durch die vielen und manchmal zu detaillierten Erklärungen von einem unserer Mitpraktikanten haben wir viel über die Geschichte, Mentalität und Lebensweise der Norweger gelernt.
Sonst war es einfach schön, sich auszutauschen und etwas mehr über die anderen Praktikumsorte zu erfahren.
Vergleichsweise zu Bergen, finde ich Riga aber schöner für mich als Praktikumsort.
Da es in Riga zum Beispiel freie Wlan Hotspots an jeder Ecke gibt. Außerdem ist Norwegen einfach mega teuer, für auch keine anderen Produkte als bei uns. Der einzige Vorteil ist die leichte Sprache im Vergleich zu lettisch. Doch damit komme ich auch klar!

Gerade wo meine Zeit hier schon in weniger als einer Woche vorbei ist, genieße ich jeden Moment. Langsam verabschiede ich die ersten Menschen und sortiere aus, um den Rest bald einzupacken. Die Zeit verging wirklich schnell, doch ein Fazit werde ich an anderer Stelle nochmal schreiben.
Erstmal möchte ich die letzten Tage nochmal so richtig nutzen!

Dienstag, 30. Januar 2018

Tageszentrum

Hallo alle zusammen,

ein neues Jahr hat begonnen und ich habe auch eine neue Aufgabe angefangen.
Im vergangenen Jahr habe ich drei Mal die Woche im drosa maja und in der Flüchtlingshilfe gearbeitet. Dabei habe ich meistens nur auf Kinder aufgepasst oder Büroaufgaben erledigt. Da es mir nicht gut gefallen hat, habe ich mit meiner Betreuerin Sr. Hannah geredet und nun eine neue Aufgabe gefunden.
Nun habe ich schon zwei Wochen in einem Tageszentrum für Erwachsene mit Behinderungen gearbeitet.
Da Zentrum wird von einem Verein geleitet. Dieser setzt sich besonders für eine gute Lebensqualität und Versorgung ein, unter diesem Link könnt ihr noch weitere Informationen finden http://www.lkndz.lv/lv/
Mir gefällt es dort sehr gut. Da die anderen Betreuer super nett und hilfreich sind. Ich erfahre viel über die unterschiedlichen Behinderungen und warum wie die Menschen reagieren.
Ich habe dort die Chance viel mit den Menschen zusammenzuarbeiten und sie bei Aufgaben zu unterstützen. Am Freitag backen wir zum Beispiel immer gemeinsam. Wir haben schon Kekse und Karottenmuffins gebacken und ich bin immer wieder beeindruckt, was manche können.
Ansonsten helfe ich dabei immer neue Aufgaben vorzubereiten, um die kognitiven Fähigkeiten zu schulen.
Obwohl ich gerade erst am Anfang meiner Arbeit bin, macht es mir viel Spaß und ich lerne jeden Tag viel Neues.

Außerdem ist der Winter endlich angekommen. Letzte Woche hatten wir immer um die -7 bis -10 Grad. Es gab total viel Schnee und es sah alles wunderschön aus. Zudem sind die Flüsse und Kanäle alle zugefroren und überall lag Schnee.

Ich habe jetzt noch weniger als einen Monat hier in Lettland. Daher bin ich super gespannt, was mich noch erwartet. Doch andererseits freue ich mich auch auf Zuhause und meine Familie und Freunde. Trotzdem werde ich die nächsten vier Wochen nochmal richtig genießen!

Donnerstag, 4. Januar 2018

Reise nach Tallinn und das neue Jahr



Frohes neues Jahr, wünsche ich euch allen!

Noch im alten Jahr, kam meine Familie zu Besuch. Zusammen sind wir dann für drei Tage nach Tallinn gefahren.
Tallinn ist die Hauptstadt von Estland und liegt damit nördlicher von Riga. Die Stadt hat mir total gut gefallen. Sie sieht aus wie aus dem Mittelalter. Da diese eine große Stadtmauer und viele alte und simple Gebäude hat.

Im Okkupationsmuseum haben wir viel über die verschiedenen Perioden gelernt, und auch wenn die Geschichte sehr ähnlich zu der lettischen oder litauischen ist, war es doch interessant. Allgemein, kann ich nur jedem der einmal ins Baltikum reist empfehlen ein Okkupationsmuseum zu besuchen. Diese Zeit war hier sehr prägend und es ist noch ein relativ aktueller Teil der Geschichte, wo noch viel auch im täglichen Leben drüber berichtet wird.
Außerdem waren wir in der Oper und haben den Nussknacker als Ballett gesehen. Die Stadt besteht aber nicht nur aus alten Gebäuden. So waren wir zum Beispiel in dem revitalisierten Viertel Rotermanni. Hier wurden alte Hallen wunderschön revitalisiert und total schön mit netten Cafés und Geschäften gestaltet.

Leider ging die Zeit mal wieder viel zu schnell rum und schon ging es zurück nach Riga.

Hier haben wir dann auch am 31.12 Silvester gefeiert. An der Daugava (der Fluss fließt durch Riga) gab es ein Feuerwerk. Leider war es total nebelig und nicht so gut erkennbar, doch es war trotzdem schön anzusehen.

Sonst haben wir in den letzten Tagen nur Riga erkundet, waren im Kino oder im JumpHouse.
Ich habe den Besuch von meiner Familie sehr genossen. Es war schön, mit ihnen zu quatschen und viel Zeit zu verbringen. 



Trotzdem bin ich jetzt auch bereit das Beste aus den letzten zwei Monaten rauszuholen. Ich habe schon einige Ausflüge und Aktionen geplant und bin gespannt was mich im neuen Jahr erwartet.
2018 wird sicherlich ein aufregendes Jahr und ich kann es kaum erwarten ganz viel zu erleben und zu lernen.

Montag, 25. Dezember 2017

Weihnachten

Priecigus Ziemassvetkus!
Das bedeutet, Frohe Weihnachten auf lettisch und ich habe es schon oft hier gewünscht.

Schon vor Weihnachten waren Josi, Sr. Hannah und ich am Mittwoch abends im Wald. In Lettland ist es erlaubt, dass sich jeder Haushalt einen Baum im staatlichen Wald schlagen darf.
Weil wir aber tagsüber alle drei arbeiten, sind wir um 21:30 mit dem Auto losgefahren. Mit Taschenlampen, Beil und Säge bewaffnet ging es dann los in den Wald. Wir haben schnell drei kleine Bäumchen gefunden. Diese sind zwar etwas dünner, doch einer steht bei mir in der Küche und geschmückt sie er gleich viel besser aus.

Am Freitag haben wir dann noch zusammen einen großen Baum für die Kapelle gekauft. Dieser wurde auch direkt aufgestellt und wir haben ihn mit der Lichterkette geschmückt.
Die weitere Deko und die Krippe haben wir dann am Sonntagmorgen aufgebaut. Insgesamt hat es mir total viel Spaß gemacht und die Kapelle sieht richtig schön aus.

Am Samstag wurde dann der vierte Advent gefeiert. Somit ging die Adventszeit dieses Jahr besonders schnell um und die Zeit verging im Flug.

Am Sonntag haben wir dann um 18 Uhr zusammen Messe in unserer Kapelle gefeiert. Es war richtig voll und die Stimmung war total schön.
Anschließend habe ich mich schon etwas einsam gefühlt. Schließlich kannten sich alle und haben sich ein frohes Fest gewünscht. Dadurch, dass ich niemanden richtig kannte, war ich schon etwas einsam.
Daher war ich super froh, als es zum Abendessen ging. Zusammen mit den Schwestern gab es ein riesiges Festessen. Es war super lecker und total nett. Ich habe mich total wohlgefühlt und bin einfach froh, dass ich hier bin.


Anschließend habe ich in meinem Zimmer ganz gemütlich die lieben Pakete geöffnet und ich bin super dankbar an allen, die an mich gedacht haben.

Heute sind wir dann alle zusammen in das Frauengefängnis in Riga gefahren. Dort helfen die Schwestern regelmäßig und haben ihre Projekte.
Wir haben dort zusammen einen Gottesdienst gefeiert.
Es hat mir gut gefallen und es war interessant einfach mal in ein Gefängnis zu gehen und ein bisschen mehr über die Arbeit der Schwestern vor Ort zu erfahren, war auch wirklich spannend.

Obwohl das Weihnachtsfest dieses Jahr ganz anders ist, bereue ich es nicht hier zu sein.
Es ist nunmal ein wichtiger Teil der Erfahrung hier und ich freue mich es zu erleben.

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Adventsupdate

Hallo auch von mir mal wieder,

jetzt wo es nur noch wenige Tage bis Weihnachten sind, wollte ich mal kurz von meinen letzten Wochen berichten.

Die Adventszeit in Riga ist wirklich schön. Es gibt mehrere kleine Weihnachtsmärkte, doch diese sind deutlich kleiner als die Deutschen. Trotzdem gibt es jede Menge Glühweinstände und Möglichkeiten selbst gemachte Produkte wie Socken oder Ketten zu kaufen. Es gibt sogar die lettische Weihnachtspost. Allerdings gibt es eine Sache nicht und das sind die vielen Süßigkeiten- und Essstände.

Außerdem ist die ganze Stadt mit so vielen Lichtern geschmückt. Es gibt so viele unterschiedliche Varianten, dass ich mal einige fotografiert habe.
Ich finde, es ist dadurch viel schöner und doch habe ich noch nie so viele unterschiedliche gesehen.





Außerdem arbeite ich regelmäßig in einer Suppenküche. Diese wird von den Missionarinnen der Nächstenliebe geleitet, welche alle englisch sprechen.
Dort wird bei allen Obdachlosen zuerst der Alkohlpegel getestet. Nur die, die nüchtern sind dürfen überhaupt rein. Danach betet eine Schwester etwas vor und es wird ein Text aus der Bibel vorgelesen. Anschließend bekommen alle Brot und Suppe. Dabei helfe ich dieses auszuteilen und hinterher beim spülen des Geschirrs.
Obwohl es nicht nach viel klingt, finde ich es sehr wichtig.
Es ist wichtig, sich gerade um die zu kümmern, die nicht so viel haben. Außerdem ist es für mich wichtig, auch diese Menschen kennenzulernen. Schließlich möchte ich hier in Lettland möglichst unterschiedliche Menschen kennenlernen und gerade die, die ich sonst in Deutschland nicht treffe. Da gehört diese neue Aufgabe auf jeden Fall dazu und ich bin froh, dass ich helfen kann.

Ich freue mich sehr auf das kommende Weihnachtsfest in ein Paar Tagen.
Heute gehen wir Tannenbäume im Wald schlagen und langsam beginnen die Vorbereitungen. Ich bin sehr gespannt, wie es so im Kloster wird.

Mittwoch, 29. November 2017

Kurzurlaub in Schweden

Hallo,

letzten Donnerstag sind Josi und ich ins Flugzeug gestiegen, um nach Stockholm zu fliegen. Dort bzw. in Uppsalla wohnen noch weitere Praktikanten und diese haben wir besucht.

Wir wurden super nett abgeholt und haben das Newmaninstitut kennengelernt und erstmal Fika gemacht. Fika bedeutet in Schweden, Kaffee trinken, Gebäck essen und quatschen. Dies kann man zu jeder Tageszeit und eigentlich jeden Tag haben.Wir haben auch Fika um 22 Uhr gemacht und das ist total normal.
Außerdem waren wir am Donnerstag Abend noch bei IKEA, schließlich ist das typisch schwedisch für Deutsche.


Am Freitag sind Josi und ich dann alleine nach Stockholm aufgebrochen, weil die anderen arbeiten mussten. Zu erst haben wir die Altstadt angeschaut und zufällig den nur einmal wöchentlichen Wachwechsel gesehen. Ich fand es schon lustig, so viele Soldaten und Wachen marschieren zu sehen und das alle begleitet von einer Kapelle.


Danach waren wir im Museum über die vergangenen Könige.
Viel spannender fand ich das Nobelpreis Museum. Hier wird alles zu dem Preis erklärt und der Verleihung. Am besten fand ich die vielen Filme über die vergangenen Preisträger. In kurzen Filmen wurde immer vorgestellt, was sie erfunden und erreicht haben. Das fand ich total inspirieren und spannend.
Außerdem sind wir ein bisschen am Wasser entlang gelaufen und haben uns die Stadt angeschaut. Dadurch, dass Stockholm aus so vielen Inseln besteht, ist überall Wasser und es ist eine tolle Atmosphäre.



Als Letztes waren wir im Vasa Museum. Der Hauptbestandteil ist hier ein riesiges Schiff. Diese ist bei der Jungfernfahrt noch in der Bucht in Stockholm gesunken und lag für 300 Jahre im Schlamm und Wasser. Nach 300 Jahren wurde es dann vollständig und in einem Stück geborgen. Das Museum stellt die Gründe und das Leben an Board da.


Stockholm kann ich jedem nur empfehlen. Doch man braucht viel mehr Zeit um alles zu sehen.
Doch insgesamt gefällt mir Riga besser, weil es weniger touristisch ist und ich die Altstadt mehr mag.

Am Samstag haben wir dann Uppsalla mit den anderen Praktikanten erkundet.
Das ist eher ein kleines Städtchen, aber trotzdem ganz schön.

Eigentlich haben wir vor allem viel zusammengesessen und Fika gemacht. Dabei wurde viel gequatscht und sich auszutauschen tat total gut. Zu wissen, dass es auch anderen manchmal schlecht geht und alle ihre Zuhause vermissen lässt mich gleich weniger einsam sein.


Am Sonntag ging es dann super früh zurück nach Riga.
Obwohl es nur ein Kurzurlaub war, hab ich es total genossen. Es war schön zu sehen, wie andere so leben und ein anderes Land kennenzulernen.
Schweden finde ich super schön, doch trotzdem bin ich froh in Riga zu sein. 

Dienstag, 21. November 2017

Nationalfeiertag und Stravo Riga

Sveiki aus Riga,

am Samstag, den 18.11 wurde die Unabhängigkeit Lettlands vor 99 Jahren gefeiert. Damit starteten wir in das 100. Jahr Lettland.

Dieser Unabhängigkeitstag wurde hier größer gefeiert, als ich es in Deutschland gewöhnt war. Schon die gesamte vorherige Woche hingen überall Flaggen in der Stadt. Sogar jedes Haus muss eine Lettlandfahne aufhängen, da sonst eine Strafe droht.
Diese Regel finde ich schon sehr ungewöhnlich, doch hier ist es ganz normal.

Am Samstag selbst gab es viele Konzerte, aber auch eine Militärparade in der Stadt. Außerdem wurde das Friedensdenkmal passend mit Blumen in Rot und Weiß geschmückt.

Das eigentliche Highlight war dann das Feuerwerk am Abend.
Hierzu haben sich für Lettland wirklich viele Menschen am Ufer der Daugava und auf der Brücke versammelt. Um Punkt 21 Uhr wurde dann die lettische Nationalhymne angestimmt und anschließend begann das Feuerwerk.
Dieses fand ich total schön und war toll anzusehen. Es wurde von der anderen Uferseite und auch vom Wasser abgeschossen. Dabei gingen die Raketen passend zur Musik hoch und es war ein tolles Gesamterlebnis.




Anlässlich dieses Feiertages wurde auch Stravo Riga veranstaltet.
Das bedeutet, dass es für vier Tage ganz verschiedene Lichtinstallationen in Riga gab. Diese habe ich mir am Montag zusammen mit drei lettischen Freundinnen angeschaut.
Es war total vielfältig.

So haben wir zum Beispiel zuerst einen Wasserfall an der evangelischen Kirche gesehen. Diese sollte auf die Macht der Natur aufmerksam machen.
 
Besonders lustig fand ich das "sprechende Haus". Das war ein Haus, wo die Fenster angestrahlt wurden und somit die Vergangenheit erzählt wurde. Viel lustiger waren allerdings die Schauspieler, die regelmäßig auf den Balkon traten und kleine Szenen spielten. Ich habe zwar nicht verstanden, wie diese zusammenhängen, doch wir hatten viel Spaß beim Beobachten und raten.

Teils konnte man sogar selber mitmachen. Da gab es zum Beispiel die Möglichkeit, dass die eigenen Tanzbewegungen in Licht umgewandelt wurden oder man als Dirigent viele kleine Lichtpunkte steuerte.
In einem Park waren an den Bäumen jeweils noch weitere Lichtbäume befestigt oder es wurde ein ganzer "Wald" von Lichtern und Lampen gebildet.

Insgesamt hat es sich total gelohnt und ich hatte sehr viel Spaß bei dem Versuch die Kunst zu erraten und mehr oder weniger zu verstehen.