Sonntag, 3. September 2017

Der erste Schultag und nette Letten

Labdien

jetzt bin ich schon über eine Woche hier und eigentlich passiert jeden Tag etwas neues daher ist die Zeit für einen neuen Post wohl angemessen.

Erstmal haben wir am Dienstag versucht die anderen Freiwilligen in Liepaja kennenzulernen, um die ersten Kontakte zu knüpfen. Dabei stellt sich heraus, dass es überhaupt keine anderen Freiwilligen gibt, sondern nur einen Jugend Club.
Dieser war am Dienstag Abend bei einer Art Charity Event, bei der Geld für das Tierheim gesammelt werden sollte. Dort wurden Portmonees aus alten Saftflaschen und Teelichter aus alten Dosen gebastelt. Es hat schon Spaß gemacht und war eine gute Chance und mit den anderen Jugendlichen ins Gespräch zu kommen.
Allerdings hat mir dieser Abend nicht so gut gefallen, weil bei den Jugendlichen aus einige Ältere dabei waren und die Umgangsform, aus meiner Sicht sehr unhöflich war.
Trotzdem habe ich mich sehr gefreut, als am Donnerstag eine von den Mädchen uns angerufen hat und uns zu ihrem Lieblingscafe eingeladen hat.
Der Nachmittag mit Josi und nur drei Mädchen aus dem Jugendclub war total lustig und ich habe mich in der kleineren Gruppe viel wohler gefühlt.

In der Schule haben wir eigentlich kaum gearbeitet, weil nachdem die "Kapelle" fertig gestrichen war, mussten nur noch einige Fenster geputzt werden.

Dadurch war mir teils sehr langweilig oder ich haben mich einsam gefühlt.
Gegen Heimweh hilft nur Ablenkung, daher waren wir zum Beispiel am Freitag Minigolfen im Park oder verbringen viele Nachmittage mit Kartenspielen in unserem Lieblingscafe.

Am Freitag war dann endlich der erste September und das bedeutet in ganz Lettland: erster Schultag!
Dieser wird hier ganz groß gefeiert und wir durfen auch an der Zeremonie der katholischen Schule teilnehmen.
Diese begann um 10 Uhr in der Kirche, wo die kleinen Erstklässler zusammen mit den Neuntklässlern eingezogen sind. Dazu sollte man wissen, dass die Schule nur von der ersten zur neunten Klasse geht und man danach die Schulpflicht beendet hat und selber entscheiden muss ob man auf  das Gymnasium wechseln will.
Besonders schön finde ich die Tradition, dass alle Schüler/innen zum ersten Schultag Blumen mitbringen für ihre Lehrer/innen. Dadurch wirke alles so schön bunt und alle waren fröhlich und umarmten sich gegenseitig.
Der restliche Verlauf der Verantstaltung bestand aus vielen Reden und da diese alle auf lettisch waren, kann ich nicht berichten worum es ging.
Danach ist es an dieser Schule eine Tradition ein Fotos von der gesamten Schulgemeinde von 140 Schülern/innen und den Lehrern zu machen. Hierfür hat der Bischof uns abgeholt, weil er meinte das auch wir ein Teil der Schulgemeinschaft dieses Jahr sind obwohl wir nach nur noch 2 Wochen vor Ort sind.
Trotzdem zeigt diese Geste wie nett die Letten doch sind und es gerade in der Dispora einen größeren Zusammenhalt gibt.
Dies finde ich Allgemein sehr schön hier, dass sich die Christen untereinander kennen und auch die Bischof mit jedem spricht und somit auch die Gemeinschaft gefördert wird.

Am Samstag waren wir dann mit zwei Mädchen, die wir schon kannten Bowlen. Es hat wirklich Spaß gemacht und wir haben total viel gelacht. Es freut mich sehr, dass wir uns doch so gut mit den beiden verstehen, weil es einfach schön ist neue Leute zu treffen.

Anschließend habe ich das erste Mal Sushi in einem Restaurant gegessen und erstaunlicherweise mag ich es sehr gerne.
Danach haben wir dann noch zu viert verschiedene Kartenspiele bei uns in der Wohnung gespielt.

Heute haben wir einen entspannten Tag in unserer Wohnung verbracht und nichts sonderlich gemacht.
Ich bin gespannt, was wir Morgen in der Schule tun werden und hoffe, dass es spannender als letzte Woche wird. 

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