Sonntag, 10. September 2017

Vilniusuper

Am Donnerstag sind Josi und ich schon um 6:00 Uhr nach Vilnius aufgebrochen. Vilnius ist die Hauptstadt von Litauen und weil es im Moment nicht so viel zu tun gibt haben wir die Chance genutzt um einen kleinen Road Trip zu machen.

Hierfür hat uns der Bischof netterweise den Boni-Bus geliehen. Das sind gelbe Kleinbusse, die vom Bonifatiuswerk in die Diaspora gebracht werden um Beihilfe zum Glauben zu leisten.
Die Fahrt ging sehr gut, weil auch Litauen ähnlich dünn besiedelt ist wie Lettland und dadurch sind nicht so viele Autos unterwegs. Außerdem ist es sehr leicht den Weg zu finden, weil wir auf der knapp 4,5 Stunden langen Fahrt nur einmal von der einen zur anderen Autobahn abbiegen mussten. So sind wir super leicht angekommen und da man anders als in Deutschland nur so 110 -130km/h auf der Autobahn fahren kann, war alles sehr entspannt.
In Vilnius angekommen haben wir erstmal ein Café gesucht um mit Hilfe vom WLAN unseren Tag zu planen. Und mit wir haben geplant, meine ich eher Josi, da diese uns eine super Route zusammengestellt hat, die wir später entlang gelaufen sind.
Der Tag begann mit der St. Peter Pauls Kirche, welche durch besonders viele Staturen im Innenraum besteht und dadurch sehr schön ist. 

Anschließend haben wir einen Hügel bestiegen um einen wunderschönen Blick über die gesamte Altstadt und die neueren Stadtviertel zu bekommen.



Danach ging es ins Nationale Museum für Archäologie, hier konnte ich viel über die verschiedenen Jahrhunderte lernen. Besonders auffällig fand ich, dass die Menschen sehr viel Schmuck besessen haben, der aus Bernstein ist. Dies ist allerdings noch heute sehr typisch für die baltischen Staaten, da durch die Ostsee der Bernstein häufig vom Meer angeschwemmt wird. Ich habe leider noch keinen gefunden, aber vielleicht hab ich ja noch Glück.
Dann haben wir noch die größte katholische Basilika in Vilnius angeschaut, welche ganz in weiß war und dadurch sehr edel wirkte.
Am außergewöhnlichsten fand ich aber die Republik Uzupio, diese war mal ein ganz normaler Stadtteil von Vilnius.
Allerdings wurde hier eine eigene Republik ausgerufen, mit einem Präsidenten und eigener Verfassung. Diese kann man sehr schön im Internet nachlesen und daher verlinke ich diese auch mal. 

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Hier leben besonders viele Künstler und Studenten, aber auch zum Beispiel der Bürgermeister von Vilnius. Das zeigt, wie kunterbunt sich diese Republik entwickelt hat und es immer mehr zum Trendstadtteil wird.
Danach haben wir noch das blaue Tor der Morgenröte gesehen und sind einfach durch die Altstadt geschlendert. 

Besonders lustig war das Museum für Illusionen, weil es einfach total viele Möglichkeiten gab um Fotos zu machen. Einige Beispiele lade ich dazu direkt mal hoch. 




Zudem haben wir abends noch eine Lichtershow gesehen, diese war inklusive und ganz nett, aber jetzt nicht total außergewöhnlich.
Natürlich haben wir auch die Chance genutzt und sind extra zu einem Outlet Park gefahren um ein bisschen zu shoppen. Allerdings hat mich dieser eher enttäuscht, weil es zwar viele Marken waren, aber keine die ich trage. Außerdem gab es extrem viele Sportläden und danach habe ich jetzt auch nicht gesucht.
Nach einem langen und anstrengenden Tag haben wir den Abend einfach entspannt in unserem Appartement ausklingen lassen und mit Nudel, Somersby und englischen Serien kann man es sich gut gehen lassen.

Am nächsten Morgen, hatten wir dann leider nicht mehr so viel Zeit. Daher haben wir uns für den Besuch des Museum für die Opfer des Genozids entschieden. Dieses war sehr eindrucksvoll, da ich vieles über die verschiedenen Besetzungen in Litauen und deren Folgen gelernt habe. Ich finde es sehr beeindrucken, dass alle baltischen Staaten, die deutsche und anschließende sowjetische Besatzung alleine und durch die singende Revolution überstanden haben.
Danach ging es dann entspannt wieder 5h nach Liepaja und wir konnten den Bus sicher wieder an den Bischof überreichen.
Insgesamt hat mir der Ausflug total gut gefallen und auch wenn ich nur für 23h in Vilnius war, haben wir diese ideal genutzt und hatten eine tolle Zeit. Es war auch gar nicht so anstrengend, da wir uns beim Fahren abwechseln konnten und uns sonst viel unterhalten haben.

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