Sonntag, 17. September 2017

Liepajamazing ?!?

Hallo aus dem kalten Lettland,

Am Dienstag geht es nach Riga zurück und ich wollte einmal von den letzten Tagen berichten und ein kleines Fazit zu meiner Zeit schreiben.

Erst mal war die letzte Woche nicht so spannend, weil es in der Grundschule hauptsächlich darum ging, Lernkarten auszuschneiden und diese zu laminieren.
Nachmittags waren wir oft im Cafe und haben Karten gespielt.

Außerdem war es total stürmig zwischendurch, wodurch einige Bäume umgefallen sind. Wir haben das vor allem durch den Verlust von drei Fenstern gespürt. Ja, ihr hört richtig!
Die zweifach Verglasung besteht hier aus zwei Fenstern, die direkt hintereinander gebaut sind und die man einzeln öffnen kann. Davon sind die äußeren Fenster durch den Sturm aufgegangen und dann herausgefallen.
Zum Glück haben wir wenigstens noch die inneren, weil es sonst wirklich kalt geworden wäre.

Am Samstag waren wir bei einem Eishockey Spiel in Liepaja und es war superlustig und kalt. Zum Glück gab es heißen Tee und Kaffee, wodurch die Hände aufgewärmt werden konnten.
Das Spiel begann ganz gut für unser Team und zum zweiten und dritten Drittel wurde es immer intensiver und es gab mehr Kämpfe, aber auch mehr Tore. Die Stimmung war super und mit einem 9 zu 4 Sieg konnte gut gefeiert werden.

Anschließend waren Josi und ich in Liepaja im Konzert um Carmina Burana zu hören. Das war das große Eröffnungskonzert mit einem riesigen Orchester, einem Männer-, Frauen- und Knabenchor sowie drei Solisten. Mir hat es super gefallen, weil die Musik natürlich wunderschön war. Trotzdem finde ich es noch beeindruckender die Leidenschaft der Musiker und des Dirigenten zu sehen. Wie diese in der Musik aufgehen und es richtig Leben ist einfach beeindruckend und das finde ich besonders faszinierend.

Besonders cool war es, dass der eine Solist uns zugezwinkter und uns erkannt hat. Wieso uns ein Solist aus England kennt?
Ganz einfache Erklärung! Josi und ich waren am Freitagabend in unserem Lieblingscafe und so gegen 00.00 Uhr höre ich wie sich zwei Leute am Nachbartisch über das Konzert unterhalten. Daher haben wir einfach mal gefragt, was sie denn für ein Instrument spielen. Dadurch stellte sich heraus, dass es sich um die beiden Solisten handelte. Mit diesen haben wir uns dann über ihre Karriere, Liepaja und Musik unterhalten und es war superlustig.

Genau diese kleinen Begegnungen finde ich so schön, weil sie spontan passieren und oft die spannendsten sind. So kann man andere Menschen kennenlernen und ich kann nur jedem empfehlen genug Mut zu haben, um einfach mal zu fragen.

Heute haben wir dann den Tag super entspannt beim Brunch begannen und zusammen mit einer unserer lettischen Freundinnen gefrühstückt.

Insgesamt hört man bestimmt, dass es mir hier in Liepaja sehr gut gefällt. Ich finde, es ist eine super schöne kleine Stadt, wo man einiges machen kann.
Es gibt tolle Menschen hier, wie die beiden Lettinnen die wir kennengelernt haben.
In den letzten zwei Wochen, hatten wir zwar mehr in der Grundschule zu tun, aber so richtig gut hat es mir nicht gefallen. Ich finde, die Arbeit war langweilig und leider gab es kaum Interaktion mit den Schülern.
Ich habe das Gefühl, dass wir das Beste aus den letzten Wochen gemacht haben. Trotzdem bin ich super froh, dass es endlich zurück geht.
Ich hoffe, dass ich in Riga in spannenderen Projekten arbeiten kann und mehr mit Menschen machen werde.
Daher war die Zeit in Liepaja geprägt von Höhen und Tiefen und ich bin froh und stolz, diese für den Moment überwunden zu haben.
Ich weiß nicht, was in Riga auf mich wartet, doch ich bin gespannt es zu erleben um endlich damit zu beginnen, warum ich ursprünglich nach Riga gekommen bin.  

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